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Los Días de Muertos - Das Mexikanische Totenfest

Das Mexikanische Totenfest ist keine Trauerveranstaltung, sondern ein buntes Volksfest. Nach alt-mexikanischem Glauben kommen an Allerheiligen die Toten zu Besuch aus dem Jenseits und feiern mit den Lebenden ein besinnliches und dennoch fröhliches Wiedersehen mit Musik, Tanz und leckerem Essen.

Bild Ofrenda - AltarOfrenda (Altar)

Die Besucher erwartet ein großer Altar (ofrenda) zu Ehren aller Toten, der über und über mit Blumen, Speisen, Getränken sowie mit persönlichen Gegenständen und Fotos von Verstorbenen
geschmückt wird.

Alle Gäste sind bei unserem Fest herzlich eingeladen, im Laufe des Abends die ofrenda mit Kerzen und kleinen Erinnerungsstücken an die eigenen Verstorbenen zu ergänzen.


Wir verwandeln den Veranstaltungsort in einen mexikanischen Markt, auf dem leckere, original mexikanische Speisen und Getränke kredenzt werden, als da sind Zuckergebäck und süßes Hefebrot, das zum Totenfest gebacken wird.
Unser Abendprogramm bietet Theater, Tanz, Performance und Live-Musik. Wir lassen Raum für Besinnlichkeit und Nachdenklichkeit und laden gleichzeitig dazu ein, in einem warmen und fröhlichen ambiente unseren Verstorbenen zu gedenken.

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Das Mexikanische Totenfest richtet sich an alle kulturell aufgeschlossenen Menschen, große und kleine, die sich dem Thema Tod auf eine ungewöhnliche Art nähern wollen.
In Deutschland setzt sich zunehmend die Erkenntnis durch, dass der Tod nicht verdrängt und tabuisiert werden sollte, dass Abschiednehmen nicht in festgelegten Bahnen verlaufen sollte, sondern dass Tod, Abschied und Trauer zu unserem Leben dazugehören und deshalb ihren Platz brauchen.


Vor diesem Hintergrund fand das Mexikanische Totenfest im Laufe der Jahre ein immer größeres, multikulturelles Publikum in Berlin. Viele Menschen suchen und finden auf dieser Veranstaltung den angemessenen Rahmen, um den Verstorbenen nah zu sein - sei es in Trauer oder in Freude.

„Die Lebenden feiern mit den Verstorbenen. Que viva Mexico!“
Berliner Zeitung

„Ein schaurig-schönes Volksfest von umwerfender Buntheit“
Beriner Morgenpost

„Die Besucher schlendern mit einem Glas Wein in der Hand über den nachgebildeten Friedhof, auf dem Totenköpfe aus Zucker und Schokolade stehen. Sie ziehen weiter auf einen Platz, auf dem eine Band mexikanische Volksmusik spielt.... ein mexikanisches Dorf mitten in Berlin!“
Tagesspiegel


Video Mexikanische Totenfest - Oktober 2005

 

Ursprünge des Mexikanischen Totenfestes

Wer jemals Ende Oktober, Anfang November in Mexiko war, wer Fotos, Filme oder Ausstellungen darüber gesehen hat, wie die Mexikaner die Rückkehr ihrer Toten feiern, der fragt sich über kurz oder lang: „Woher kommt dieser eigenartig-kumpelhafte Umgang mit dem Tod?“

Die Wurzeln liegen in der Zeit vor der spanischen Eroberung.

Die indianischen Vorfahren der Mexikaner begriffen das Leben und den Tod als Einheit. Leben konnte nur durch den Tod entstehen und umgekehrt, Geburt und Sterben gehörten zusammen.
So brachten die Azteken der Sonne zum Beispiel Menschenopfer, weil sie glaubten, dass sie nur so am nächsten Tag wieder Licht spenden würde.


Diashow über die Ursprünge des Mexikanischen Totenfestes


Die indianischen Vorfahren der Mexikaner begriffen das Leben und den Tod als Einheit. Leben konnte nur durch den Tod entstehen und umgekehrt, Geburt und Sterben gehörten zusammen.
So brachten die Azteken der Sonne zum Beispiel Menschenopfer, weil sie glaubten, dass sie nur so am nächsten Tag wieder Licht spenden würde.

Das Leben war nur eine von vielen Stationen in einer unendlichen Wirklichkeit.
Wer starb, der kam nicht in den Himmel oder die Hölle, sondern in eine von 13 verschiedenen „Regionen“, die alle ganz attraktiv waren.
Wohin ein Toter wanderte, das hing davon ab, w i e er ums Leben kam: starb eine Frau zum Beispiel während der Geburt, so ging sie direkt ins Reich der Sonne - ein paradiesischer Ort.
Auch gefallene Krieger kamen in ausgesucht schöne Regionen, während ein vom Blitz Getroffener etwas bescheidener, aber keineswegs schlecht weiterleben durfte.

Es gab vor der spanischen Eroberung - und damit vor der Christianisierung - keine Strafe für ein eventuell schändlich geführtes Leben. Wohin die Reise später gehen würde, das war vom Lebenden nicht zu beeinflussen.
Unter diesen Umständen gab es eigentlich keinen Grund, den Tod zu fürchten.

Die aztekische Gesellschaft war sehr streng organisiert, das Leben war hart und voller Entbehrungen. Es mag banal klingen, aber auch das scheint ein Grund dafür gewesen zu sein, dass die mexikanischen Vorfahren den Tod nicht mit Schrecken verbanden.

Trotzdem zeigen Überlieferungen, dass die zurückgebliebenen Angehörigen Trauer und Schmerz empfanden, wenn eine geliebte Person oder ein Kind starben.
Die Rückkehr der Verstorbenen zum Totenfest gab den Lebenden die Gelegenheit, einmal im Jahr mit ihren Lieben zusammenzukommen, und das war (und ist) für viele tröstlich.

Heute ist das Totenfest ein lebendiges Beispiel für die Vermischung der spanischen und der altmexikanischen Kultur und Religion. Statt wie früher im August, feiert man das Totenfest heute an Allerheiligen - einem katholischen Feiertag.
Die Messe liest der Pfarrer in vielen Regionen Mexikos auf dem Friedhof und stört sich nicht daran, wenn dazu die Blaskapelle spielt.

Auf jedem Altar für die Toten, der ofrenda, finden sich vier Elemente wieder, die aus vorspanischer Zeit stammen: Blumen als Zeichen der Erde, Kerzen, die das Feuer repräsentieren, Weihrauch als Symbol des Windes und Wasser.


Katholische Heiligenbilder hängen neben dem Foto des Verstorbenen und ein Totenschädel aus Zucker liegt darunter. Dies sind nur einige Beispiele dafür, dass die Mexikaner das Kulturerbe ihrer Vorfahren bewahrt haben und heute trotzdem gläubige Katholiken sind. Jeder Beobachter kann in Mexiko - je nach Region - andere Details dieser Art entdecken.
Dass die Mexikaner sich heute mit Skeletten und Totenschädeln necken und Witze über den Tod machen, erschreckt uns Mitteleuropäer etwas. Aber auch in Mexiko haben die Menschen Angst vor dem Tod; nur spricht man darüber - oft ironisch, manchmal auch ernst. Dadurch ist der Tod allgegenwärtig, man kann das Sterben nicht verdrängen. Und lebt so - vielleicht - ein bisschen mehr im Heute als im Morgen.


Mexikanisches Totenfest 2010 in der Markthalle Eisenbahnstraße in Kreuzberg

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